Primeln

Foto: BdS. - Sonnenschein im Staudengarten – mit ihren intensiven Farben und den ungewöhnlichen Blütenständen sind Etagenprimeln ein reizvoller Blickfang. Die in Quirlen stehenden Blüten lassen kaum erahnen, dass diese Stauden enge Verwandte der bekannten Schlüsselblumen sind.
Der Winter ist kaum zu Ende, da öffnen die ersten Frühlingsboten schon ihre Blüten. Fast ein bisschen vorwitzig wirkt die Echte Schlüsselblume (Primula veris), die bereits im März und April ihre zierlichen Blüten zeigt, während sich die übrige Pflanzenwelt noch vorsichtig zurückhält. Das zarte frische Gelb der ebenfalls schon früh blühenden Wiesen-Schlüsselblume (Primula elatior) steht in krassem Gegensatz zur Unerschrockenheit dieser kleinen Pflanze, die schon so zeitig ans Licht drängt. Vielleicht schätzen deshalb so viele Menschen diese Stauden: Schlüsselblumen blühen schon, wenn die übrige Natur noch kahl und abweisend wirkt und zeigen, dass der Winter seine Macht verloren hat.
Der „kleine Erstling”
Ihrer frühen Blütezeit verdankt die Primel auch ihren botanischen Namen. Er leitet sich vom lateinischen „primus” = der Erste oder der Vorderste ab. Der botanische Name ist die Verkleinerungsform des „Ersten”: primula, was soviel wie kleiner Erstling bedeutet. Schlüsselblumen spielen in vielen Märchen und Legenden eine besondere Rolle, oft als eine mit magischen Kräften versehene Zauberpflanze. Ihre frühe Blütezeit macht sie zum Symbol für Hoffnung, Jugend und für die Heilkraft des Frühlings. Manchmal wird Primula veris, die Echte Schlüsselblume, auch als Himmelsschlüsselchen bezeichnet. Dieser poetische Name geht zurück auf eine Legende vom heiligen Petrus, der (weiterlesen…)